Der Schweizer Skirennfahrer Franjo von Allmen hat die Olympia-Abfahrt gewonnen und damit das erste Gold der Winterspiele in Italien geholt. Der 24 Jahre alte Weltmeister setzte sich auf der schweren Stelvio-Piste in Bormio mit 0,2 Sekunden Vorsprung auf den Italiener Giovanni Franzoni durch.

Bronze holte Dominik Paris, der Südtiroler bejubelte im Alter von 36 Jahren damit die erste Olympia-Medaille seiner Karriere. Als einziger deutscher Starter hatte Simon Jocher mit der Entscheidung nichts zu tun und kam mit 2,40 Sekunden Rückstand auf Platz 21. «Da wäre mehr drin gewesen», sagte Felix Neureuther als ARD-Experte.

Zweiter Schweizer Abfahrtssieger in Serie

Von Allmen hatte im vergangenen Jahr den WM-Titel in Saalbach gewonnen und krönte sich nun bei seinem ersten Olympiastart zum zweiten Schweizer Abfahrtssieger in Serie. Vor vier Jahren in Peking hatte Beat Feuz Gold geholt. 

Im deutschen Team hatten die Teilnahmequoten für Ärger gesorgt. Insgesamt stehen den deutschen Alpinen nur fünf Männer-Startplätze bei den Winterspielen zu – weil die Platzierungen in diesem Winter zu schlecht waren, aber auch wegen vieler Startplätze für kleine Nationen. Kritiker meinen, das widerspreche dem Leistungsprinzip. Luis Vogt, der in Kitzbühel Achter geworden war, durfte nicht zu Olympia. Und am Ende waren bei der Abfahrt von Bormio nur 36 Rennfahrer am Start.

Auftritt von Vonn am Sonntag 

Am Sonntag (11.30 Uhr/ZDF und Eurosport) sind in Cortina d’Ampezzo die Frauen mit ihrer Abfahrt an der Reihe. Neben dem mit Spannung erwarteten Auftritt der am Knie verletzten Lindsey Vonn (USA) richten sich die Blicke auch auf Emma Aicher und Kira Weidle-Winkelmann, die Medaillenkandidatinnen sind.