Ein mit einem Messer bewaffneter Mann hat einen Gendarmen beim Triumphbogen in Paris angegriffen. Die Anti-Terror-Staatsanwaltschaft übernahm dazu Ermittlungen, wie die Behörde mitteilte. Wie es von der Gendarmerie hieß, wurde der Angreifer angeschossen. Zu den Hintergründen des Vorfalls am frühen Abend konnte ein Sprecher der Gendarmerie zunächst nichts sagen.

Frankreichs Innenminister Laurent Nuñez sprach von einem versuchten Angriff während der Vorbereitung zur Entzündung der sogenannten Ewigen Flamme. Diese Flamme unterhalb des Triumphbogens erinnert an verstorbene Soldaten. Nuñez zufolge habe der Mann versucht, jemanden aus der Musikkapelle der Gendarmerie anzugreifen. Der Grund dafür sei bisher nicht bekannt. Ein Gendarm habe daraufhin – regelkonform – seine Waffe genutzt.

Der Angreifer befindet sich dem Innenminister zufolge in einem ernsten Zustand. Laut der Zeitung «Le Parisien» schwebt er in Lebensgefahr. Er soll wegen Radikalisierung überwacht worden sein, berichtete der Sender France Info. Der Gendarm soll nicht verletzt sein, berichtete der Sender BFMTV unter Verweis auf Kreise. 

Im Gegensatz zu Polizeibeamten gehören Gendarmen formell zur französischen Armee. Polizei und Gendarmerie haben als Sicherheitskräfte unterschiedliche Aufgabengebiete.