Dank eines souveränen Siegs von Tennisprofi Yannick Hanfmann führt das deutsche Davis-Cup-Team gegen Außenseiter Peru mit 1:0. In Düsseldorf eröffnete der 34-Jährige die erste Qualifikationsrunde des Nationen-Wettbewerbs mit einem verdienten 6:4, 6:4 gegen Gonzalo Bueno. 

Im anschließenden zweiten Einzel kann der Sauerländer Jan-Lennard Struff gegen Juan Pablo Varillas nachlegen. Drei Punkte sind für den Gesamterfolg bei der zweitägigen Partie notwendig. Weltklassespieler Alexander Zverev ist nach seinem verlorenen Halbfinal-Drama bei den Australian Open diesmal nicht dabei. Aber auch ohne ihn sind die Gastgeber klarer Favorit.

Hanfmann überzeugt bei eigenem Aufschlag

So war Hanfmann vor rund 3.000 Zuschauern in ausverkaufter Halle von Beginn an der überlegene Spieler. Ein Schlüssel waren seine dominanten Aufschlagspiele, bei denen er seinem 21 Jahre alten Gegner keine Chancen ließ.

Hanfmann sicherte sich mit frühen Breaks zum 2:1 im ersten und 1:0 im zweiten Satz die entscheidenden Vorteile. Der Weltranglisten-93. spielte variabel und verteidigte seinen Vorsprung gegen den Außenseiter problemlos. Bueno (217.) stand noch nie unter den Top 200 der Tennis-Weltrangliste. «Ein toller Start. Es war emotional für mich», resümierte Hanfmann.

Ziel ist der erste Davis-Cup-Titel seit 33 Jahren

Der Sieger des Duells zieht in die zweite Qualifikationsrunde ein, in der über die Teilnahme an der Finalwoche der Top Acht entschieden wird. Im September würde Dänemark oder Kroatien warten. Ziel der Truppe des Deutschen Tennis Bunds ist der erste Davis-Cup-Triumph seit 1993. Im vergangenen Jahr hatte sie beim Halbfinal-Aus gegen Spanien mit Zverev eine große Chance vertan.