In Ihrem Haus oder Ihrer Wohnung befindet sich eine ältere Heizungsanlage und in dem Gebäude gibt es sechs oder mehr Wohneinheiten? Dann sind Eigentümer gesetzlich dazu verpflichtet, einen Heizungscheck durchführen zu lassen. Darauf weist Zukunft Altbau hin, ein vom Umweltministerium Baden-Württemberg gefördertes Informationsprogramm. 

Laut Gebäudeenergiegesetz (GEG, Paragraf 60b) gilt dies in Gebäuden mit mindestens sechs Wohneinheiten und für Heizungsanlagen mit Wasser als Wärmeträger, also etwa Gas-, Öl- und Holzheizungen. Für Wärmepumpen in Gebäuden dieser Größe gilt laut Zukunft Altbau übrigens eine separate Prüfpflicht. Ziel ist es, Energieverluste zu vermeiden und die Heizung zu optimieren.

Fristen beachten

Manche Eigentümer müssen noch in diesem Jahr reagieren. Entscheidend ist der Stichtag. Am besten prüfen Eigentümer, wann die Heizungsanlage aufgestellt oder eingebaut wurde. War dies am 1. Oktober 2009 oder später, muss die Anlage innerhalb von 16 Jahren geprüft werden. Laut Gesetz muss man die Anlage innerhalb eines Jahres nach Ablauf von 15 Jahren nach Einbau oder Aufstellung einer Heizungsprüfung und Heizungsoptimierung unterziehen. 

Das bedeutet, wurde die Heizungsanlage im April 2010 eingebaut oder aufgestellt, muss sie bis spätestens bis März 2026 geprüft sein, erklärt Zukunft Altbau. War es jedoch im Oktober 2009, muss die Prüfung bereits erfolgt sein – nämlich schon bis September 2025.

Wurde die Anlage hingegen bis zum 30. September 2009 eingebaut oder aufgestellt, haben Eigentümer etwas mehr Zeit: Laut GEG ist die Heizungsanlage dann «bis zum Ablauf des 30. September 2027 einer Heizungsprüfung und Heizungsoptimierung zu unterziehen.» So räumt der Gesetzgeber Eigentümern mehr Zeit ein, die Gesetzesvorgaben umzusetzen, die im Oktober 2024 in Kraft getreten sind.

Tipp: Eigentümer sollten sich mit genügend Vorlauf um einen Termin für den Heizungscheck kümmern, damit sie die Fristen einhalten können. 

Was wird geprüft und was folgt aus den Ergebnissen?

Fachleute für Heizungsinstallation, Energieberatende oder Schornsteinfeger prüfen laut Zukunft Altbau, ob die Regeleinstellungen der Heizung zur Nutzung im Gebäude passen und ein hydraulischer Abgleich durchgeführt wurde. Dieser Abgleich sorgt dafür, dass an jedem Heizkörper im Haus genau so viel Heizwasser ankommt, wie benötigt.

Zudem testen die Experten, ob sich die Vorlauftemperatur absenken lässt und eine effiziente Heizungspumpe vorhanden ist. Moderne Hocheffizienzpumpen verbrauchen laut Zukunft Altbau rund 90 Prozent weniger Strom als herkömmliche Pumpen. So lassen sich pro Jahr 50 bis 150 Euro Stromkosten sparen. 

Außerdem achten die Fachleute darauf, ob die Dämmung der Rohrleitungen lückenlos ist. Durch gut gedämmte Rohre lässt sich zudem Energie einsparen. 

Stellen die Fachleute bei der Prüfung fest, dass die Heizungsanlage optimiert werden muss, sind Eigentümer verpflichtet, die Maßnahmen wiederum innerhalb eines Jahres durchführen zu lassen.