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Klopp setzt trotz Fehlschuss auf Adeyemi: «Weiter geht’s»

Augsburg (dpa) –

Jürgen Klopp hat Karim Adeyemi den kolossalen Fehlschuss gegen die Niederlande längst nachgesehen und baut weiter auf den pfeilschnellen Angreifer vom FC Barcelona. «Der Karim, den ich hier wahrnehme, den ich hier kennenlernen darf, der ist ein wundervoller Kerl», sagte der Bundestrainer vor dem zweiten Spiel der Fußball-Nationalmannschaft in der Nations League gegen Griechenland heute Abend (20.45 Uhr/ARD) in Augsburg. 

In Amsterdam hatte der 24-Jährige am Donnerstagabend bei einem Konter die große Chance auf das 2:0 für die DFB-Elf vergeben, als er den Ball unbedrängt über das leere Tor schoss. Für Klopp war das ein Malheur, das passieren kann, gerade bei hohem Tempo und einer nicht perfekten Vorlage. 

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Klopp sieht Herausforderung

Wichtig sei nun, dass Adeyemi weiter an sich glaube. «Jetzt der Umgang damit, das ist die große Herausforderung im Fußballerleben. Und dann arbeiten wir dran, dass er dann im Spiel bleibt», sagte Klopp.

Adeyemi hatte sich nach der Möglichkeit in der ersten Halbzeit mehrmals an die Stirn geschlagen. Er konnte sein Missgeschick wohl selbst nicht fassen. Klopp ließ mehr Milde walten. «Karim ist immer noch ein junger Kerl, der sich noch entwickeln muss, aber auch darf. Und da sind wir dran. Und ich mag total das Paket, das er anbietet», sagte der Bundestrainer. 

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Adeyemi war im Sommer von Borussia Dortmund zum FC Barcelona gewechselt. Unter Hansi Flick als Clubcoach blüht der Außenstürmer sportlich wieder auf. Als Bundestrainer hatte ihn Flick vor gut fünf Jahren auch zum Nationalspieler gemacht. 2022 gehörte Adeyemi dann zum WM-Aufgebot, kam in Katar aber nicht zum Einsatz. 

Sein bislang letztes Länderspiel vor dem Holland-Einsatz bestritt er im Oktober 2025 in der WM-Qualifikation in Belfast gegen Nordirland. Anschließend wurde er von Klopps Vorgänger Julian Nagelsmann nicht mehr eingesetzt und auch nicht für die WM in diesem Sommer nominiert. 

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Mit seiner aufreizend lässig wirkenden Art und seinem oft extravaganten Outfit bietet Adeyemi eine gewisse Projektionsfläche – auf und neben dem Platz. Darin ähnelt er in gewisser Weise Leroy Sané, dessen Platz er auf der rechten Außenbahn in der DFB-Elf nun eingenommen hat – inklusive Trikotnummer 19.

Von Adeyemis Mitspielern wünscht sich Klopp, dass sie dessen Stärken im Tempo und Dribbling noch besser in Szene setzen. «Karim bietet ganz, ganz viel an, was ich super gerne bei uns im Spiel einbauen würde», sagte der Bundestrainer. 

Natürlich hätte Adeyemi beim 1:1 gegen Oranje viel besser spielen können, konstatierte der neue DFB-Chefcoach. «Na klar, aber er hätte auch viel schlechter spielen können. Also für ein erstes Spiel unter mir komplett fein, weiter geht’s», sagte Klopp.

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