Tiefer Schnee, ein spektakulärer Sturz bei den favorisierten Schwedinnen und eine Fahrt auf einem Ski: Die Langlaufstaffel der Frauen bei den Olympischen Winterspielen hat ein großes Spektakel geboten. Beim überraschenden Gold der norwegischen 4 x 7,5 Kilometerstaffel kämpfte sich Schweden nach einem Sturz von Ebba Andersson in einem spektakulären Rennen noch vor Finnland zu Silber. Die deutsche Staffel kam mit Laura Gimmler (Oberstdorf), Katharina Hennig Dotzler (Oberwiesenthal), Helen Hoffmann (Oberhof) und Pia Fink (Bremelau) auf Rang vier.

Schwer zu kämpfen hatten alle Nationen mit dem tiefen Schnee. Bei regnerischem Wetter stürzten bereits in der ersten Runde zahlreiche Läuferinnen. Auch die deutsche Staffel hatte einige Probleme. «Ich bin dankbar, in der Abfahrt stehen geblieben zu sein, weil es kriminell war», schimpfte Katharina Hennig Dotzler nach ihrem Rennen.

Besonders große Folgen hatten die Bedingungen für Andersson, zweifache Silbermedaillengewinnerin im Einzel. Sie überschlug sich als zweite Läuferin auf einer Abfahrt und verlor dabei einen Ski. Weil sich der Ski nicht mehr am Schuh anbringen ließ, musste sie über eine Minute lang auf einem Ski weiterfahren, während sie den anderen unter dem Arm hielt. Danach erhielt sie einen Ersatz-Ski. Beim nächsten Wechsel lagen die Schwedinnen, die vor dem Sturz Zweite waren, nur noch auf Rang acht.

Die dritte Schwedin Frida Karlsson schaltete den Turbo ein und konnte die Top-Favoritinnen zumindest wieder auf Platz drei führen. Schlussläuferin Jonna Sundling sicherte dem enttäuschten Quartett noch Silber. An der Spitze lief Norwegen ein einsames Rennen: Heidi Weng fuhr die Goldmedaille nach Hause. Finnland jubelte über Bronze.