Die deutschen Curling-Männer haben im Kampf ums Olympia-Halbfinale einen heftigen Rückschlag kassiert. Die Auswahl um Kapitän Marc Muskatewitz unterlag dem zuvor sieglosen Tschechien in Cortina d’Ampezzo mit 7:9 und steht damit nach sieben Vorrundenpartien bei drei Erfolgen und vier Niederlagen.

Die Ausgangslage vor den abschließenden beiden Gruppenspielen gegen die bislang ungeschlagene Schweiz heute Abend (19.05 Uhr) und gegen China am Donnerstagmorgen (9.05 Uhr) hat sich damit dramatisch verschlechtert. Selbst zwei Siege könnten für den Einzug in die Vorschlussrunde womöglich nicht reichen.

Sehenswerter Spinner vom Kapitän

Gegen Tschechien holten sich die Deutschen mit einem 2:0 im ersten Durchgang direkt Selbstvertrauen. Im fünften End bescherte Muskatewitz seinem Team mit einem sogenannten Spinner, einem beim Abwurf extrem angedrehten Stein, einen weiteren wichtigen Zähler.

In der Folge lief bei den Deutschen allerdings nicht mehr viel zusammen. Das siebte End ging mit 0:3 an die Tschechen, im zehnten sicherten sie sich dann tatsächlich den ersten Sieg ihrer Olympia-Historie überhaupt.

Die deutschen Curler sind erstmals seit zwölf Jahren wieder bei Winterspielen dabei. 2024 waren sie in Finnland Europameister geworden.