Das womöglich größte Hindernis bei den Olympischen Spielen hat Skilanglauf-Star Johannes Hoesflot Klaebo schnell gelöst. Die Internet-Geschwindigkeit in seinem Zimmer war für den Videospiel-Fan zu langsam. Daher zog er vor seinem ersten Rennen am Sonntag (12.30 Uhr) im italienischen Tesero in die Unterkunft seines Trainers Arild Monsen. «Olympia ist gerettet», jubelte der Norweger, der bei seinen Wettkampfreisen stets einen Gaming-Koffer mit sich trägt.

Sportlich gilt der 28-Jährige als mehrfacher Gold-Kandidat. «Ich rechne mit einer großen Klaebo-Show», sagte Bundestrainer Peter Schlickenrieder. Zweimal Gold gab es vor vier Jahren in Peking. In diesem Jahr peilt er mindestens die doppelte Ausbeute an. «Er ist ein Abfahrtskünstler. Er ist ein Künstler auf Skiern», schwärmte Schlickenrieder.

Der Bundestrainer erklärte den großen Vorteil der dominierenden Skandinavier um Klaebo. «Bis zu seinem 25. Lebensjahr hat Klaebo auf Skiern zweimal mehr die Welt umrundet als wir. Sie haben einfach zwei Monate länger Schnee. Das ist ein großer Nachteil für uns und schwer einzuholen», merkte Schlickenrieder an.

Kaum Medaillenchancen für deutsche Starter

Die deutschen Starter sind beim Skiathlon über 2×10 Kilometer große Außenseiter. Für Friedrich und seinen Bruder Jakob Moch (beide Isny) sowie Florian Notz (Römerstein) dürfte es nur um ordentliche Platzierungen gehen.