US-Star Jordan Stolz hat bei den olympischen Eisschnelllauf-Wettbewerben in Italien sein zweites Gold gewonnen. Drei Tage nach seinem Olympiasieg über die 1.000 Meter setzte er sich auch über die 500 Meter durch.

Der 21-Jährige verwies mit einer olympischen Rekordzeit von 33,77 Sekunden Jenning de Boo aus den Niederlanden und den Kanadier Laurent Dubreuil auf die weiteren Ränge. De Boo krachte im Duell mit Stolz in der Kurve nach dem Zieleinlauf in die Bande, stand aber schnell wieder auf.

Moritz Klein und Hendrik Dombek, die als Nachrücker ins Starterfeld gerutscht waren, hatten mit der Medaillenentscheidung nichts zu tun. Klein belegte den 25. Platz, Dombek landete auf Rang 28.

Eisschnellläuferinnen scheiden nach Stolperstart aus

Zuvor verpassten die deutschen Eisschnellläuferinnen das Halbfinale in der Teamverfolgung und sind damit ohne Chance auf eine Medaille. In der Besetzung Josie Hofmann, Josephine Schlörb und Lea Sophie Scholz belegte das Trio den fünften Platz. Kanada, Japan, die Niederlande und die USA qualifizierten sich für die Medaillenentscheidung am Dienstag.

Schon nach wenigen Metern hatte das deutsche Team quasi keine Chance mehr aufs Halbfinale, weil Schlörb beim Start aus dem Tritt kam, mit dem Schuh im Eis hängen blieb und um das Gleichgewicht kämpfen musste. Dieses Missgeschick habe Energie gekostet, sagte Schlörb.

Deutsche Frauen 2006 und 2010 mit Gold

Die Teamverfolgung ist seit 2006 in Turin olympisch. Sowohl bei der Premiere als auch vier Jahre später in Vancouver hatte Deutschland Gold gewonnen. Seit den Winterspielen in Kanada vor 16 Jahren wartet das deutsche Eisschnelllaufen auf eine olympische Medaille.