Im olympischen Frauen-Eishockeyturnier ist das nächste Team von einem Norovirus-Fall betroffen. Nach der schwer geplagten finnischen Auswahl meldeten auch die Schweizerinnen einen Positivtest bei einer Spielerin. Zur Vorsicht musste das gesamte Team isoliert werden und durfte nicht an der Eröffnungsfeier der Winterspiele in Mailand am Freitagabend teilnehmen. Das Testergebnis habe erst nach dem 4:3-Sieg der Schweizerinnen gegen Tschechien in ihrem Auftaktspiel am Nachmittag vorgelegen, teilte die Dachorganisation Swiss Olympic mit.
Die betroffene Athletin habe nach Ankunft im olympischen Dorf ein Einzelzimmer bezogen und sei nach Auftreten erster Symptome bereits vom Team isoliert worden, hieß es weiter. Inzwischen sei die Spielerin wieder symptomfrei. Ihre Teamkolleginnen zeigen demnach keine Anzeichen für eine Norovirus-Erkrankung.
Finnland-Spiel verschoben
Zuvor hatte sich die Hälfte des finnischen Teams in Quarantäne oder Isolation begeben müssen. Das Spiel gegen Kanada wurde um eine Woche verschoben. Teamärztin Maarit Valtonen hatte berichtet, dass es sich nach Magen-Darm-Problemen um das hoch ansteckende Norovirus handelt. Es verursacht einen plötzlich auftretenden, heftigen Brechdurchfall. Die Viren können über eine Schmierinfektion von Mensch zu Mensch oder etwa durch verunreinigtes Essen oder Wasser übertragen werden.
