Italien erhofft sich durch Winter-Olympia in Mailand und Cortina d’Ampezzo Schwung für eine Kandidatur von Rom für die Sommerspiele 2040. Sportminister Andrea Abodi erinnerte in der Sportzeitung «La Gazzetta dello Sport» daran, dass Italien bereits seit 1960 keine Sommerspiele mehr ausgetragen hat. Rom könnte dann in Konkurrenz mit einer deutschen Bewerbung geraten. Bislang steht nur fest, welche Städte 2028 und 2032 an der Reihe sind: Los Angeles in den USA und Brisbane in Australien.
Abodi sagte, die nächsten beiden Wochen könnten bei einem erfolgreichen Verlauf neuen Elan bringen, um nach genau 80 Jahren Sommer-Olympia wieder nach Rom zu holen. Italiens Hauptstadt brauche einen «Termin mit der Zukunft», sagte der Sportminister der Rechtsregierung von Ministerpräsidentin Giorgia Meloni. «Es wird eine langfristige Kandidatur sein, die es der Stadt ermöglicht, ihre Zukunft zu planen.»
Starkes Interesse an künftigen Spielen gibt es unter anderem bereits Indien und dem Golf-Emirat Katar, die vor allem als mögliche Gastgeberländer für 2036 gehandelt werden. Sollte dann einer der beiden Asien-Kandidaten zum Zuge kommen, könnte vier Jahre später ein europäischer Bewerber gute Aussichten haben.
In Deutschland läuft noch bis September ein Auswahlverfahren unter vier Interessenten. München, Hamburg und Berlin sowie die Metropolregion Rhein-Ruhr buhlen um den Zuschlag des Deutschen Olympischen Sportbunds. In München fanden 1972 bereits Sommerspiele statt, in Berlin 1936, als die Nationalsozialisten an der Macht waren. Zudem gab es 1936 die Winterspiele von Garmisch-Partenkirchen.
