Berlin (dpa) –
26 Jahre nach dem bislang letzten Medaillengewinn hat die deutsche Nationalmannschaft bei der Schacholympiade überraschend Bronze geholt. Im usbekischen Samarkand sicherte sich das Team um Vincent Keymer Bronze. Gastgeber Usbekistan gewann Gold, Silber ging an Indien.
Der entscheidende Schritt gelang in der letzten Runde mit einem 2,5:1,5-Sieg gegen die Niederlande. Damit behaupteten die Deutschen, die als aussichtsreicher Außenseiter in das Turnier gegangen waren, Rang drei in der Gesamtwertung. Matthias Blübaum gewann gegen Jorden van Foreest, während Keymer und die Brüder Frederik und Rasmus Svane jeweils Remis spielten.
«Wenn ich verliere, wäre alles vorbei gewesen. Deshalb stand ich sehr unter Druck und bin sehr happy, dass ich das Remis geschafft habe. Ich kann es gar nicht fassen», sagte Frederik Svane, der im letzten Duell das nötige Ergebnis holte und damit die Medaille absicherte, bei «chess.com». Er hatte keines seiner elf Spiele während des Turnierverlaufs verloren.
2000 letztmals deutsches Edelmetall
Zuletzt hatte das deutsche Team im Jahr 2000 in Istanbul in der offenen Klasse Silber gewonnen. Damals gehörte unter anderem Großmeister Robert Hübner zur Mannschaft.
