Superlative begleiten das amerikanische Modell: Teslas Y war zeitweise nicht nur das meistverkaufte Elektroauto der Welt, sondern im Jahr 2023 sogar der meistverkaufte Pkw überhaupt. Auch mit Blick auf seine Bilanz bei der Kfz-Hauptuntersuchung (HU) gibt es Extremes zu vermelden.

Denn dort schneidet er laut «Auto Bild TÜV-Report 2026» insgesamt schlecht ab und belegt in einer Rubrik sogar den letzten Platz in seiner Modellkategorie: «Auch wenn die Laufleistung des Tesla Model Y rund 20 Prozent über dem Durchschnitt liegt, erschreckt das schwache Abschneiden beim ersten HU-Termin.»

  • Modellhistorie: Zunächst ab 2021 in Deutschland als China-Import zu haben, kommt das Modell mittlerweile aus dem Tesla-Werk in Grünheide bei Berlin zu den Kunden. Zum Jahr 2025 kam die Facelift-Version, zu erkennen an den schmaleren Frontscheinwerfern. Mittels Over-the-Air-Updates wird das System auf den neuesten Stand gebracht.
     
  • Karosserie und Varianten: Das Model Y ist die höher gebuate und etwas größere SUV-Version des Model 3. Da das Heck flach abfällt, wird das Auto oft auch als SUV-Coupé bezeichnet. Gegen Aufpreis ist es als Siebensitzer zu bekommen. Bei den Antrieben machen die Anzahl der Motoren und die Batteriegröße die größten Unterschiede aus.

    So wird das Modell qua zusätzlicher Asynchronmaschine (ASM) an der Vorderachse je nach Ausführung vom Hecktriebler (RWD) zum Allrader (AWD). Bei der Akku-Kapazität gibt es bei den Second-Hand-Autos die Auswahl zwischen 50 kWh (Kilowattstunden), 60 und 77 kWh, was für WLTP-Reichweiten zwischen 400 und 534 Kilometern sorgt.
     

  • Abmessungen: 4,75 m x 1,92 m x 1,62 m (LxBxH); Kofferraumvolumen: 525 l bis 1.485 l (Dachhoch: 2.118 l).
     
  • Stärken: Schon die schwächste Version ist ein wahrer Sprinter mit einem Beschleunigungswert von unter sieben Sekunden von 0 auf 100 km/h. Beim Fahrwerk zeigen sich laut Report bei der HU Dämpfung und Lenkung unauffällig, beim Licht die Rückleuchten und Blinker. «Tadellos» schneiden demnach die Bremsschläuche und die Feststellbremse ab.
     
  • Schwächen: Achsaufhängung und vordere Beleuchtung machen das amerikanische E-Auto allerdings zu einem Schlusslicht im Tüv-Report. 17,3 Prozent der Autos fielen mit erheblichen Mängeln durch die Prüfung, so der Report – bei einem Mittelwert von 6,5 Prozent.
     
  • Ausgeschlagene Trag- und Führungsgelenke sowie Probleme mit dem Abblendlicht, deren Beanstandungsquoten um ein Vielfaches über den Durchschnittswerten liegen, bescheren dem Model Y den letzten Platz im Report-Ranking der zwei- bis dreijährigen Gebrauchten. Keines der 18 E-Autos, die der Report berücksichtigt, schneidet schlechter ab.
     
  • Pannenverhalten: Ein ganz anderes Bild vermittelt der ADAC: In dessen aktueller Pannenstatistik wird dem Model Y eine «hohe bis sehr hohe Zuverlässigkeit» attestiert, berücksichtigt sind Modelle ab Erstzulassungsjahr 2022. Auch Pannenschwerpunkte haben sich demnach nicht herauskristallisiert.
     
  • Motoren: Eine Permanentmagnet-Synchronmaschine (PSM) an der Hinterachse treibt das Model Y standardmäßig an. Das Leistungsspektrum von Hecktrieblern bis Allradversionen reicht von 150 kW/204 PS bis 393 KW/534 PS.

Händler-Verkaufswert nach Angaben der Deutschen Automobil Treuhand (DAT) mit statistisch erwartbaren Kilometern – drei Preisbeispiele:

  • Model Y Basis RWD (6/2023); 220 kW/299 PS (60 kWh; Heckantrieb); 40.000 Kilometer; 30.695 Euro.
  • Model Y Dual AWD (6/2021); 378 kW/514 PS (77 kWh; Allrad); 67.000 Kilometer; 29.832 Euro.
  • Model Y Long Range RWD (6/2024); 255 kW/347 PS (77 kWh; Allrad); 25.000 Kilometer; 38.540 Euro.