Montreal (dpa) –
Nach einem schweren Sturz im Straßenrennen der Rad-WM sind zwei Fahrerinnen ins Krankenhaus gebracht worden. Rund 95 Kilometer vor dem Ziel kamen auf dem Rundkurs in Montreal etwa 15 Fahrerinnen zu Fall. Die Schwedin Caroline Andersson und die Australierin Lauretta Hanson wurden zur Beobachtung ins Krankenhaus gebracht. Deutsche Fahrerinnen waren nicht betroffen.
Andersson lag mit blutigem Gesicht auf dem Rücken, ihr wurde von Sanitätern umgehend eine Halskrause angelegt. Ein Mitglied des schwedischen Teams informierte, dass die 25-Jährige bei Bewusstsein und auf dem Weg ins Krankenhaus sei. Über die Schwere der Verletzungen gab es zunächst keine Informationen.
Blasi kritisiert Risiko
Laut australischen Medienberichten befindet sich auch Hanson im Krankenhaus. Die 31-Jährige hatte nach dem Crash lange regungslos auf dem Asphalt gelegen.
Die Titelverteidigerin Magdeleine Vallieres aus Kanada, die WM-Zweite Niamh Fisher-Black aus Neuseeland, Kim le Court aus Mauritius sowie das spanische Top-Talent Paula Blasi waren ebenfalls in den Sturz involviert – und büßten dadurch ihre Medaillenchancen ein. «Als wir auf den Rundkurs gekommen sind, wurde es verrückt. Da wurde viel zu hohes Risiko gegangen», sagte Blasi nach ihrer Aufgabe. Vallieres und Fisher-Black gaben das Rennen später ebenfalls auf.
