Ski-Juwel Emma Aicher ließ sich im Deutschen Haus feiern – und die Eltern waren mittendrin. «Mein Handy ist etwas überfordert», sagte die 22-Jährige über die vielen Gratulationen zu ihrem Silber-Coup in der Olympia-Abfahrt. Ihre schwedische Mutter Viktoria Lindstrand Munkby gehörte zu denen, die ihre Glückwünsche nach Aichers famosem Ritt auf der Piste Olimpia delle Tofane am Sonntag sogar persönlich überbringen konnten.
«Ich war so nervös. Es war als Mutter schwierig anzuschauen», sagte Lindstrand Munkby. «Aber ich habe mich riesig gefreut. Ich bin sehr stolz.» Ihre Tochter sei immer so «cool und ruhig», meinte sie. Ein echter Gegenentwurf zu ihr also? «Ich denke, wenn ich nervös bin, kann sie es nicht sein. Dann nehme ich es von ihr weg», meinte Lindstrand Munkby, die nach wie vor in Aichers Geburtsort, dem schwedischen Sundsvall, lebt.
Fleischbällchen als Belohnung?
Aicher, die einen deutschen Vater hat, wohnt mittlerweile in Salzburg. Natürlich sei das manchmal «schwierig, weil sie so weit weg ist», sagte Lindstrand Munkby. Sie wolle sie als Mutter schließlich unterstützen. Der Wechsel zum Deutschen Skiverband (DSV) vor mehreren Jahren sei für Aicher aber eine «riesige Gelegenheit» gewesen. Natürlich wolle sie für ihr Kind nur das Beste.
Auch die Team-Kombination am Dienstag und den Super-G am Donnerstag wollen Aichers Eltern noch live vor Ort in Cortina d’Ampezzo mitverfolgen. Ob es für den neuen deutschen Ski-Star noch weitere Medaillen und dann auch eine Belohnung gibt? «Wenn sie nach Hause kommt, mache ich ihr vielleicht Fleischbällchen», sagte Lindstrand Munkby lächelnd.
