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Terminchaos im Tischtennis: Sportchef kritisiert Weltverband

Ljubljana (dpa) –

Kurz vor dem Beginn der Europameisterschaft in Slowenien hat der Deutsche Tischtennis-Bund (DTTB) starke Kritik am Weltverband und dessen Turnierveranstalter World Table Tennis (WTT) geübt. Hintergrund ist, dass der EM-Beginn in Ljubljana und die Endspiele des Grand-Smash-Turniers in China am 11. Oktober auf ein und demselben Tag fallen. Die vier Grand-Smash-Wettbewerbe haben im Tischtennis eine ähnlich herausgehobene Bedeutung wie die Grand-Slam-Turniere im Tennis.

«Wir sind natürlich sehr unzufrieden über die terminliche Konstellation, dass unsere Spieler praktisch direkt vom Grand Smash aus China zur EM reisen müssen. Wir hoffen sehr, dass es eine einmalige Ausnahme bleibt», sagte der deutsche Sportvorstand Richard Prause. «Bei WTT wird es in Zukunft Veränderungen geben, die hoffentlich dazu führen, dass die Terminpläne künftig wieder deutlich besser abgestimmt sein werden. Der einzige Trost ist, dass für alle Nationen bei der EM die gleichen Voraussetzungen gelten.»

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Spieler, Trainer und Verbände kritisieren die Terminpläne der 2020 eingeführten WTT-Serie schon lange. Sie kollidieren immer wieder mit Spielen der Bundesliga oder Vorbereitungszeiten auf die internationalen Meisterschaften.

Ovtcharov im EM-Aufgebot

Für die Europameisterschaften vom 11. bis 18. Oktober nominierte der deutsche Bundestrainer Jörg Roßkopf am Dienstag sogar sieben Spieler: Dang Qiu (Borussia Düsseldorf), Dimitrij Ovtcharov (TTC RhönSprudel Fulda-Maberzell), Patrick Franziska (1. FC Saarbrücken TT), Benedikt Duda (TTC Schwalbe Bergneustadt), Andre Bertelsmeier (TSV Bad Königshofen), Wim Verdonschot (Borussia Dortmund) und Kay Stumper (Post SV Mühlhausen).

Bei den Frauen sind fünf deutsche Spielerinnen dabei: Sabine Winter (TSV Dachau), Ying Han (KTS Tarnobrzeg) Nina Mittelham (TTC Berlin Eastside), Annett Kaufmann (SV DJK Kolbermoor) und Franziska Schreiner (TuS Fürstenfeldbruck).

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