In diesem Jahr einen neuen Job zu finden, ist schwerer als im vergangenen Jahr. Das glaubt ungefähr jeder und jede zweite Beschäftigte oder Jobsuchende (52 Prozent).

So lautet ein Ergebnis einer repräsentativen Umfrage, die das Marktforschungsinstitut Censuswide im Auftrag des Karriereportals LinkedIn durchgeführt hat.

Wettbewerb und fehlende Skills

Als Gründe für diese größere Herausforderung nannten die Befragten vor allem einen gestiegenen Wettbewerb (41 Prozent). Jeder oder jede Fünfte (20 Prozent) glaubt, nicht die richtigen Fertigkeiten für heutige Jobs zu haben, ähnlich viele (19 Prozent) fühlen sich bezüglich KI-Skills unsicher.

Ebenso ungefähr jeder oder jede fünfte Jobsuchende (19 Prozent) kann sich vorstellen, die bisherige Branche zu verlassen und neue Aufgaben oder Rollen zu übernehmen.

Weiterbilden auch in kleinen Schritten

Der Wandel am Arbeitsmarkt sei zwar zunächst eine Herausforderung, eröffne jedoch auch Chancen, sagt Barbara Wittmann, Country Managerin LinkedIn DACH. Sie rät, Weiterbildung als festen Bestandteil des Berufsalltags zu betrachten und auch kleine Schritte zu gehen. Ihre konkreten Tipps:

  • Nutzen Sie KI-Tools für alltägliche Aufgaben.
  • Testen Sie im Team neue digitale Tools und tauschen Sie sich mit Kolleginnen und Kollegen über aktuelle Trends aus.
  • Nutzen Sie Feedbackgespräche und erarbeiten Sie mit Chef oder Chefin einen konkreten Plan für Ihre Weiterentwicklung.
  • Überlegen Sie, wo Ihre Fähigkeiten auch außerhalb Ihres bisherigen Umfeldes gefragt sein könnten. Erfahrungen etwa in Beratung oder Vertrieb, im Projektmanagement sowie KI- und IT-Skills sind oft übertragbar.
  • Seien Sie grundsätzlich bereit für neue Wege – ob in einer anderen Branche oder einer neuen Rolle im alten Unternehmen.