Der deutsche Abfahrer Luis Vogt darf nicht wie erhofft mit einer Ausnahmegenehmigung bei den Olympischen Winterspielen antreten. Das Internationale Olympische Komitee (IOC) lehnte einen entsprechenden Antrag ab, wie Wolfgang Maier, der Sportvorstand des Deutschen Skiverbandes (DSV), am Abend im Bayerischen Rundfunk sagte.
Vogt war am Wochenende auf der legendären Streif in Kitzbühel starker Achter geworden. Deshalb hatte der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) versucht, den 23 Jahre alten Garmischer noch nachzumelden, damit er bei den Winterspielen zumindest alle drei Abfahrtstrainings bestreiten kann.
Nur eine Trainingsfahrt zugestanden
Maier berichtete, dass Vogt aber nur das letzte Training zugestanden wurde – das ist für eine schwere Piste wie jene in Bormio arg wenig. Der Top-Funktionär sprach deshalb auch von einer «nicht besonders befriedigenden Lösung».
Das Problem ist, dass die nur fünf internationalen Startplatze für Deutschland bereits vor Kitzbühel an fünf Rennfahrer vergeben waren. Nur falls sich einer dieser Sportler noch verletzten sollte, könnte Vogt ins Rennen nachrücken.
Der Riesenslalom-Fahrer Alexander Schmid erlitt zwar zuletzt eine Verletzung im Sprunggelenk und musste um Olympia bangen. Maier aber berichtete, dass eine aktuelle Untersuchung sehr positiv verlief und die Chancen auf eine rechtzeitige Genesung von Schmid damit stiegen.
