Die Vereinigung Athleten Deutschland hat den Ausschluss des ukrainischen Skeleton-Fahrers Wladislaw Heraskewytsch im Streit um seinen Helm angeprangert. Man halte die Entscheidung für «falsch» und «unverhältnismäßig», hieß es in einer Mitteilung.
«Von Athletinnen und Athleten wird erwartet, dass sie Vorbilder sind und Werte vermitteln», sagte Geschäftsführer Johannes Herber. Die Olympische Charta dürfe nicht dazu führen, dass die persönliche Meinungsfreiheit der Athleten pauschal eingeschränkt und verhindert werde, dass sie «ihre Vorbildwirkung insbesondere auf der größtmöglichen Bühne voll entfalten können».
Ausschluss kurz vor Wettkampfbeginn
Heraskewytsch war zuvor kurz vor dem ersten Durchgang im Skeleton-Wettkampf disqualifiziert worden, weil er einen Helm mit Bildern von im Krieg gegen Russland getöteten Sportkollegen tragen wollte. Dies war ihm mehrfach vom Internationalen Olympischen Komitee (IOC) untersagt worden. Politische Botschaften sind Athleten in olympischen Wettbewerben verboten.
Das Vorhaben, «einen Helm zum Gedenken an gefallene ukrainische Athletinnen und Athleten zu tragen, sehen wir als Akt der friedlichen Erinnerung und des Respekts», erklärte Athleten Deutschland.
