Die Handball-EM hat für Kroatiens Nationaltrainer Dagur Sigurdsson doch noch einen versöhnlichen Abschluss gefunden. Der frühere Coach der DHB-Auswahl setzte sich mit seiner Mannschaft im Spiel um Bronze mit 34:33 (17:14) gegen Island durch und holte ein Jahr nach WM-Silber die nächste Medaille bei einem Großturnier. Auch das Duell in der Hauptrunde hatte Kroatien mit einem Tor Unterschied gewonnen.
Vor zehn Jahren hatte Sigurdsson Deutschland zu EM-Gold geführt. Ausgerechnet gegen das DHB-Team verlor Kroatien am Freitag im Halbfinale. Zuvor hatte Sigurdsson in einer bemerkenswerten Wutrede die enge Spieltaktung und Reisestrapazen für sein Team angeprangert. Die Europäische Handballföderation kündigte Anpassungen der künftigen Spielpläne an.
Islands «goldene Generation» wartet weiter
Die Isländer, die Topfavorit Dänemark in der Vorschlussrunde bis zum Ende einen Kampf auf Augenhöhe geliefert hatten, müssen hingegen auf ihre zweite EM-Medaille nach Bronze 2010 warten. Seit Jahren handeln Experten die Nordeuropäer um die Bundesliga-Spieler Omar Ingi Magnusson und Gisli Kristjansson als «goldene Generation». Die hohen Erwartungen konnte der Inselstaat aber bislang nicht erfüllen.
Am Abend (18.00 Uhr/ZDF/Dyn) will sich die DHB-Auswahl dann gegen Dänemark zum Europameister krönen.
