Ski-Star Lindsey Vonn scheint trotz ihrer schweren Verletzung für die Olympia-Abfahrt gewappnet. Die Amerikanerin zeigte im finalen Training in Cortina d’Ampezzo eine gute Fahrt und reihte sich genau wie das deutsche Duo Kira Weidle-Winkelmann und Emma Aicher weit vorn ein.

Vonn hatte bei einem Sturz in der Weltcup-Abfahrt im schweizerischen Crans-Montana vor gut einer Woche nach eigenen Angaben unter anderem einen Kreuzbandriss im linken Knie erlitten. Auch bei ihrer zweiten Trainingsfahrt in den Dolomiten ließ sich die 41-Jährige davon aber nichts anmerken.

Im Ziel ballte Vonn die Faust. «Alles gut», sagte sie der Nachrichtenagentur AP. In der Abfahrt der Frauen am Sonntag (11.30 Uhr/ZDF und Eurosport) will die Olympiasiegerin von 2010 unbedingt eine Medaille holen. Die Spiele in Italien sollen der krönende Abschluss ihrer Karriere werden.

Schwierige Sicht, aber schnellere Piste

Weidle-Winkelmann, vor fünf Jahren in Cortina d’Ampezzo WM-Zweite, war sogar noch einen Tick schneller als Vonn. Die Sicht sei nicht besonders gut gewesen, meinte die Starnbergerin. Wegen Nebels hatte das Training lange unterbrochen werden müssen. Im Vergleich zum Vortag sei die Piste aber härter und schneller geworden, erklärte die 29-Jährige.

«Ich freue mich auf die Spiele», sagte Weidle-Winkelmann. Die Eröffnungsfeier am Freitag, die sie am Fernseher verfolgt hat, sei eine «coole Show» gewesen.