München (dpa) –
Der künftige DFB-Geschäftsführer Per Mertesacker hält sich für einen guten Vorgesetzten für Bundestrainer Jürgen Klopp. Er sei «nett, immer offen und ehrlich, authentisch. Ich glaube, das passt zwischen uns», sagte der Ex-Nationalspieler bei seinem letzten Einsatz als TV-Experte im ZDF. Interviewgast Klopp entgegnete: «Da habe ich gar keine Sorge.»
Zu Beginn des Gesprächs vor dem Nations-League-Spiel der Nationalmannschaft gegen Serbien in München hatte der Bundestrainer mit Blick auf Mertesacker gefrotzelt: «Ich habe ihn mit Chef begrüßt.»
Der frühere Fußball-Weltmeister wird zum 1. Januar 2027 beim Deutschen Fußball-Bund die Nachfolge des scheidenden Sport-Geschäftsführers Andreas Rettig antreten. Mertesacker verantwortet dann die Bereiche Nationalteams und Akademie.
Abschied als TV-Experte
Vor dem Start in sein neues Amt war der 42-Jährige auf Abstand zum Fußball gegangen. «Ich wollte mir erst mal ein bisschen Zeit lassen, Pause machen», sagte Mertesacker.
Er habe sich «noch nicht so sehr» mit seiner künftigen Aufgabe beschäftigt, bekannte er. Familie und Freunde hätten zuletzt für ihn Priorität gehabt. Am kommenden Montag werde er beim DFB in Frankfurt am Main «vorbeischauen» und sich danach mehrere Tage nehmen, «um Leute kennenzulernen».
Mertesacker hatte seinen TV-Job beim Zweiten im September 2020 begonnen, damals als Nachfolger von Oliver Kahn. Der frühere Bundesliga-Profi von Hannover 96 und Werder Bremen hatte seinen ersten großen Experten-Auftritt bei der 2021 ausgetragenen Europameisterschaft und kam auch bei Länderspielen, bei DFB-Pokal-Übertragungen sowie Endspielen der Champions League zum Einsatz. Partner war sein Weltmeister-Kumpel Christoph Kramer, der bereits 2018 erstmals als TV-Experte für das ZDF arbeitete.
