Die deutschen Skeletonis liegen zur Halbzeit des olympischen Wettbewerbs aussichtsreich im Rennen. Axel Jungk vom Dresdner SC, der vor vier Jahren in Peking Olympia-Zweiter wurde, hat als Zweiter auf den führenden Briten Matt Weston nur 0,30 Sekunden Rückstand. Auch Peking-Olympiasieger Christopher Grotheer vom BRC Thüringen hat als Drittplatzierter noch minimale Gold-Chancen. Vor den beiden abschließenden Läufen am Freitag liegt Felix Keisinger vom WSV Königssee auf Rang sechs.

«Ich bin zufrieden, ich hatte 15 gute Kurven, zwei leider nicht so. Da habe ich noch viel liegengelassen», sagte der 34 Jahre alte Jungk, der mittlerweile in Dortmund lebt und trainiert. «Ich denke, ich kann Matt schon noch ärgern, wenn es klappt. Es muss halt klappen. Fehlerfrei wird hier keiner fahren».

Grotheer mit Lust auf weitere Läuft

Auch der 33 Jahre alte Grotheer, der in Lauf zwei Bahnrekord fuhr, rechnet sich noch gute Chancen für Tag zwei aus. «Ich habe richtig Lust gekriegt auf morgen. Der Schlitten läuft», meinte Grotheer. «Es ist aber eine gute Ausgangsposition, auch wenn ich dachte, die Zeit ist etwas mehr wert.» Er wolle den britischen Weltmeister einfach unter Druck setzen.

Vor dem ersten Lauf war der ukrainische Athlet Wladislaw Heraskewytsch vom olympischen Wettbewerb ausgeschlossen worden, weil er einen Helm mit Bildern von im Krieg gegen Russland getöteten Sportkollegen tragen wollte. Dies war ihm mehrfach vom IOC untersagt worden. Politische Botschaften sind Athleten in olympischen Wettbewerben verboten.