Dynamo Dresden hat den prestigeträchtigen Elb-Clásico gewonnen und den 1. FC Magdeburg wieder in den Kampf um den Klassenverbleib hineingezogen. Beim 2:1 (2:1)-Sieg revanchierten sich die Sachsen für das 1:2 in der Hinrunde. Mateusz Zukowski hatte die Gastgeber nach 29 Minuten vor 27.815 Zuschauern gebracht. Kofi Amoako (34.) mit seinem ersten Dynamo-Tor und Thomas Keller (45.+3) drehten vor der Pause die Partie.

Dresden, das aus Anlass des 75. Geburtstages der 2022 verstorbenen Vereinslegende Hans-Jürgen «Dixie» Dörner in einem schwarzen Sondertrikot auflief, begann sehr offensiv und hatte durch Jakob Lemmer (5.) die erste gute Möglichkeit. Die Gastgeber brauchten 20 Minuten, um sich auf das hohe Pressing der Gäste einzustellen. Nach einem Konter traf Zukowski (22.) den Innenpfosten, sieben Minuten später machte er es besser. Dresdens Jonas Sterner unterlief eine lange Flanke, Baris Atik bediente den Polen, der stark traf.

Die Sachsen aber schlugen nach einem Eckball zurück, zunächst scheiterte Amoako noch an der Latte, dann traf er. Er ist der 100. Dresdner Zweitliga-Torschütze. Und er war auch an der Führung beteiligt. Seine Flanke ebenfalls nach einem Eckball konnte FCM-Torhüter Dominik Reimann nur unsauber wegfausten, Keller stand goldrichtig und verwandelte.

Magdeburg mit mehr Spielanteilen nach der Pause

Nach dem Wechsel übernahm Magdeburg die Initiative. Man kombinierte sich immer wieder bis an den Strafraum heran und versuchte sich dann mit Abschlüssen aus der zweiten Reihe. Die waren aber lange Zeit zu unsauber. Von den Gästen kam nach vorn sehr wenig, vielmehr versuchte man, den Vorsprung durch das Zurückziehen in die eigne Hälfte zu verteidigen. Mit einem Konter hatte Vincent Vermeij (75.) die Chance zum 3:1, doch Reimann klärte mit einer Fußabwehr. 

Gegen wild anrennende Gastgeber hatte die vielbeinige Dynamo-Abwehr immer wieder das bessere Ende für sich. Bei einem Kopfball von Marcus Mathisen in der 9. Minute der Nachspielzeit hatten die Zuschauer den Torschrei auf den Lippen, doch Dynamo-Torhüter Tim Schreiber reagierte großartig. In der letzten Minute setzte der Magdeburger den Ball frei über das Tor.