Sturz kurz vor dem Ziel: Verkorkster WM-Start für Langläufer
Sturz vor der Zielgeraden: Jan Stölben scheidet aus. (Urheber/Quelle/Verbreiter: Hendrik Schmidt/dpa)

Die Nordische Ski-WM in Trondheim hat für das deutsche Langlauf-Team mit Pleiten und Pech begonnen. Hoffnungsträger Jan Stölben schied im Viertelfinale aus, nachdem er unmittelbar vor der Zielgeraden über den vor ihm gestürzten Rivalen Janik Riebli fiel. «Dann fliegt er 30 Zentimeter vor mir hin. Wir haben noch nicht mal gerangelt. Ich kann ihm auch keinen Vorwurf machen. Es war keine Zeit mehr zu reagieren», beschrieb Stölben.

Vor 22.000 Zuschauern im Langlauf-Land Norwegen war der 23-Jährige nach einem starken Rennen auf Halbfinal-Kurs. «Ich glaube, es hätte gereicht. Aber von dem Glauben kann man sich nichts kaufen», sagte Stölben, der sich selbst als «traurig» beschrieb. Ein Start bei der WM sei für ihn als Norwegen-Fan sogar ein «weit größerer Traum» als bei Olympia zu laufen.

Zehnter WM-Titel für Kläbo

Weniger Pech hatten die Frauen, bei denen es ohne die krankheitsbedingt fehlende Laura Gimmler nicht für den Endlauf reichte. Coletta Rydzek blieb im Halbfinale chancenlos. Die übrigen Starterinnen Sofie Krehl, Victoria Carl und Helen Hoffmann schieden im Viertelfinale aus. 

Vor der beeindruckenden Heim-Kulisse zog Topfavorit Johannes Kläbo seine erste große Show ab. Souverän gewann der Norweger das Männer-Finale vor dem Italiener Federico Pellegrino und Lauri Vuorinen aus Finnland. Es war nach jeweils drei Goldmedaillen in Seefeld, Oberstdorf und Planica bereits Kläbos zehnter WM-Titel.

Gold bei den Frauen gewann die Schwedin Jonna Sundling vor Kristine Stavaas Skistand aus Norwegen und Nadine Fähndrich aus der Schweiz. Sundlings Landsfrau Linn Svahn fiel nach einem Sturz kurzfristig aus. Sie erlitt eine Gehirnerschütterung.

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