Deneuve konnte Callas durch den Kaminschacht singen hören
Catherine Deneuve konnte ihre Nachbarin Maria Callas durch den Kaminschacht singen hören. (Urheber/Quelle/Verbreiter: Christophe Ena/AP/dpa)

Zwei Ikonen unter einem Dach: Schauspielerin Catherine Deneuve (81) erinnert sich an eine besondere Nachbarschaft mit Opernlegende Maria Callas. Mitte der 1970er-Jahre habe sie im selben Pariser Haus wie die Sängerin gelebt, sagte Deneuve der «Frankfurter Allgemeinen Zeitung» (Samstagsausgabe). Dabei räumt sie mit einem Mythos auf.

Es stimme nicht, dass wir früher auf dem Boden lagen und unsere Ohren pressten, um sie singen zu hören, sagte Deneuve. «Vielmehr hörten wir sie durch den Kaminschacht. An den hatte sie nämlich nicht gedacht, als sie ihr Apartment damals schallisolierte.»

Die Vergangenheit interessiert Deneuve nur bedingt

Eine Anekdote, die ein kurzer Blick zurück ist. Grundsätzlich sei sie kein besonders nostalgischer Mensch, betonte sie. «Ich lebe einfach sehr gerne in der Gegenwart.» Die Vergangenheit? Interessiere sie nur bedingt.

Sogar ihre eigenen Filme schaue sie kaum noch. «Wenn beim Durchschalten im Fernsehen einer meiner Filme läuft, bleibe ich vielleicht mal kurz hängen. Aber spätestens nach zehn Minuten mache ich meistens aus.» 

Nicht etwa, weil sie sich selbst nicht ertragen könne. Sondern, wie sie in dem Interview ergänzt: «Weil ich schon für all die anderen tollen Filme, die ich noch sehen möchte, viel zu wenig Zeit habe. Wieso also sollte ich sie ausgerechnet für meine eigenen verschwenden?»

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