Für die Titelreife bei der WM 2026 hat Bundestrainer Julian Nagelsmann die Variabilität der Fußball-Nationalmannschaft als noch fehlendes Puzzleteil ausgemacht. «Jetzt sind wir langsam wieder in dem Status, wo andere Teams uns auch als Favorit sehen und sich vielleicht noch mal mehr Gedanken machen, wie sie den bekannten Plan vielleicht knacken können. Da müssen wir insgesamt ein bisschen variabler werden», sagte Nagelsmann im Interview von Redaktionsnetzwerk Deutschland: «Aber diese Variabilität dauert ein bisschen länger als im Verein.»
Als Bundestrainer könne er zwar nicht so stark Einfluss auf einzelne Prozesse nehmen wie als Vereinscoach, sagte der 37-Jährige. Dennoch hätten er und sein Trainerteam in die DFB-Auswahl «wesentliche Dinge reingebracht». Das sei bei seiner Entscheidung zur vorzeitigen Vertragsverlängerung bis 2028 auch sehr wichtig gewesen.
«Wenn ich das Gefühl hätte, ich bin nur dazu da, dass in der Mannschaft gute Stimmung ist, dass ich so der Gute-Laune-Onkel bin, dass die Spieler Lust haben – das würde mich auch nicht befriedigen», gab Nagelsmann zu.
Nagelsmann schwärmt von Ronaldo
Mit Zuversicht blickte der Bundestrainer auf das Final Four der Nations League mit dem Halbfinale am 4. Juni in München gegen Portugal. Sollten die deutschen Nationalspieler in ihren Vereinen regelmäßig und in verantwortungsvoller Rolle spielen, «dann bin ich guter Dinge, dass wir auch gegen Portugal ein sehr gutes Halbfinale spielen und dann im Finale hoffentlich auch als Sieger vom Platz gehen können».
Auf Portugals Superstar Cristiano Ronaldo freut sich Nagelsmann dabei besonders. «Ich finde, er ist ein beeindruckender Spieler mit einem beeindruckenden Werdegang.» Im Alter von 40 Jahren noch so fit und leistungsstark zu sein, «da kann man nur den Hut ziehen», meinte Nagelsmann: «Ich freue mich darauf und hoffe, dass er seine Freistoßqualitäten gegen uns nicht wiederfindet.»