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Schmuddelwetter: Hilfe, wie bleiben meine Schuhe schön?

Berlin (dpa/tmn) –

Gerade sahen sie noch gut aus, dann kamen ihnen Pfütze, Streusalz oder Schnee in die Quere: Die kalte, nasse Jahreszeit kann eine echte Herausforderung sein für gepflegte Schuhe – und für trockene Füße. 

Claudia Schulz ist Sprecherin des Deutschen Schuhinstituts und verrät im Interview, wie man die Treter fit für den Herbst und Winter macht, und warum man dafür manchmal auch eine Zeitung im Haus haben sollte.

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Frage: Frau Schulz, mit dem Herbst kommen Pfützen und Schmuddelwetter. Wie kann man dafür sorgen, dass Schuhe und Socken draußen dennoch möglichst trocken bleiben?

Claudia Schulz: Dafür braucht man Imprägniersprays. Das ist das wichtigste – und zwar auch bei neu gekauften Schuhen, die ja meist schon eine gewisse Imprägnierung haben. Will man diese gut erhalten, sollte man die Schuhe dennoch imprägnieren, bevor es raus in den Regen geht.

Wichtig dabei: Aufs Material der Schuhe achten, um es mit dem Spray nicht zu beschädigen. Wenn ich zum Beispiel Schuhe aus Veloursleder habe, dann nehme ich ein anderes Imprägnierspray, als wenn ich mit Lackleder arbeite. Und Sneakers, die oft Hightechmaterialien nutzen, sind nochmal eine andere Sache. 

Außerdem gibt es heutzutage natürlich auch viele nachhaltige Sprays. Man kann etwa darauf achten, dass die Imprägniersprays keine poly- und perfluorierte Chemikalien, also PFC, enthalten. Dazu kann ich mich im Fachhandel beraten lassen.

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Frage: Was tun, wenn ich das Imprägnieren vergessen habe und die Lederschuhe nun doch nass geworden sind?

Claudia Schulz: Sind die Schuhe wirklich sehr nass, dann würde ich sie zu Hause mit wasseraufsaugendem Papier ausstopfen. Ich sage immer: Dafür eignet sich dann die «Vogue» oder die «Elle» nicht so gut. Also besser kein Glanzpapier nehmen, sondern wirklich aufsaugendes Papier. Das kann Zeitungspapier sein, das kann Küchenrolle sein. 

Und machen Sie nicht den Fehler, die Schuhe unter oder auf die Heizung zu stellen. Das ist besonders für Leder superschädlich, es kann dann sogar brechen. Unsere Haut würden wir ja auch nicht mit einem sehr heißen Föhn bearbeiten.

Also die Schuhe besser einfach an der Luft trocknen lassen. Dann muss man zwar vielleicht einen Tag warten, bis man sie wieder anziehen kann. Aber man sollte ohnehin nicht jeden Tag dieselben Schuhe anziehen, weil die Füße schwitzen. 

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Man sagt, dass der Fuß tatsächlich jeden Tag ein kleines Schnapsglas voll an Feuchtigkeit abgibt. Genau deshalb sollte man den Schuhen immer eine Chance geben, wieder zu trocknen und auszudünsten. Am besten legt man dafür übrigens einen Schuhspanner in die Schuhe hinein. Damit verhindert man die Bildung von Lauffalten.

Frage: Brauchen Schuhe in der kalten Jahreszeit generell mehr Pflege als im Sommer?

Claudia Schulz: Auf jeden Fall, einfach weil sie durch die unterschiedlichen Klimaeinflüsse mehr strapaziert werden. Wie Sie schon sagten: Regen ist ein großes Thema. Aber es kann ja auch noch Schnee hinzukommen. Und wir alle kennen diese weißen Ränder an Schuhen, zu denen wir gern Schneeränder sagen. Eigentlich sind sie das aber gar nicht. Die hässlichen Ränder entstehen durch gestreutes Salz in Verbindung mit dem Schnee. 

Um sie wegzubekommen, nehme ich gern Essigessenz. Die verdünne ich ein bisschen mit einem wassergetränkten Lappen und reibe damit vorsichtig an den Schneerändern entlang. Am besten beginne ich erst mal an einer Stelle, die nicht ganz so auffällig ist, um zu gucken, ob der Schuh farbecht ist. Aber damit habe ich eine gute Chance, diese Schneeränder zu entfernen. Und dann wieder von Neuem: Imprägnieren ist das A und O.

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