DFB-Vizepräsident Hans-Joachim Watzke hat vor zu großer Euphorie um den neuen Bundestrainer Jürgen Klopp gewarnt. Der hatte am Donnerstag mit einer bemerkenswerten Kader-Nominierung von insgesamt 44 Spielern für die Nationalmannschaft für Aufsehen gesorgt.
«Das ist ja genau wie in der Saisonvorbereitung, da haben wir auch immer alle gute Laune. Am Ende musst du erst mal spielen, und dann vier Spiele gleich am Anfang, das ist viel», sagte Watzke im Sky-Gespräch für die Sendung «Meine Geschichte bei Sky».
Klopp startet vom 24. September an mit vier Nations-League-Spielen binnen zehn Tagen gegen die Niederlande, zweimal gegen Griechenland und gegen Serbien. «Und Holland gleich am Anfang ist schwer, aber ich freue mich drauf», sagte Watzke, der als damaliger BVB-Chef mit Klopp als Trainer einst bei Borussia Dortmund Erfolge gefeiert hatte.
Watzke zur Klopp-Verpflichtung: «War schon schwierig»
Nach der verkorksten WM im Sommer und der Trennung von Julian Nagelsmann hatte Watzke die Verpflichtung von Klopp vorangetrieben. Der 59-Jährige hatte noch bei Red Bull als Head of Global Soccer unter Vertrag gestanden. Laut Watzke sei dies anders als in der Öffentlichkeit erwartet, kein Selbstläufer gewesen.
«Das war schon schwierig, weil Red Bull fühlte sich sehr wohl mit ihm. Und da ist ja nicht nur Oliver Mintzlaff, dem kann man ja garantiert noch unterstellen, dass er auch ein großes Interesse daran hat, dass es dem deutschen Fußball gut geht», sagte Watzke. Die Gespräche seien jeden Tag etwas besser geworden. Aber bei den ersten Aufschlägen habe es «auch schon harte Worte» gegeben.
