Die Gewerkschaft IG-Metall fordert von Airbus einen Sozialtarifvertrag. (Urheber/Quelle/Verbreiter: Markus Scholz/dpa)

Die Gewerkschaft IG Metall und der Flugzeugbauer Airbus sind in ihre dritte Verhandlungsrunde zum geplanten Konzernumbau gestartet.

Die Gespräche am Flughafen begannen ohne besondere Aktionen der Gewerkschaft, wie die IG Metall mitteilte. Vor rund eineinhalb Wochen waren noch mehr als 12.000 Beschäftigte in einen knapp eintägigen Warnstreik getreten, um gegen die geplanten Veränderungen bei Airbus Operations und Premium Aerotec zu protestieren.

Airbus möchte Teile von Airbus Operations und große Teile von Premium Aerotec Anfang 2022 in einer neuen Tochter aufgehen lassen. Zudem soll eine neue Einheit entstehen, die sich auf die Fertigung von Einzelteilen und Kleinkomponenten konzentriert. Für dieses Unternehmen, das auch andere Kunden bedienen soll, strebt Airbus die Verbindung mit einem «starken, externen Partner» an.

Airbus Operations hat nach Angaben des Flugzeugbauers rund 18.000 Beschäftigte, Premium Aerotec etwa 7000. Von den Umbauplänen betroffen seien insgesamt rund 13.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Sollten Beschäftigte wegen der Umstrukturierung ihren Job verlieren, fordert die IG Metall für sie als Absicherung eine Abfindung von drei Bruttomonatsgehältern je Beschäftigungsjahr bei einem Sockelbetrag von 25.000 Euro. Zudem sollen eine Härtefallregelung für IG-Metall-Mitglieder sowie zweijährige Qualifizierungsmaßnahmen bei Fortzahlung der Bezüge vereinbart werden.

Von dem Warnstreik am vorvergangenen Freitag betroffen waren Airbus-Standorte in Hamburg, Stade, Bremen und Buxtehude. Bei der Airbus-Tochter Premium Aerotec wiederum streikten Beschäftigte am Hauptsitz in Augsburg sowie in Bremen, Varel und Nordenham.

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